Menschen, Tiere , Sensationen

Tag 1 nach Derby. Kann das überhaupt gut gehen? So Stimmungstechnisch und von Einsatz her? Und noch gegen eine Mannschaft aus den Abstiegsplätzen der Tabelle. Na, das konnte ja was werden, zumal wir gegen „die da unten“ oft eher mies aussehen.

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Helau!

Nach einem eher weniger entspannten Wochenende mit viel Zeit im Stau – gesperrte Elbbrücken und der ganz normale A7-Wahnsinn sei Dank – schaffte ich es heute gerade noch so später als üblich erst eine halbe Stunde vor Anpfiff zum Stadion. Der Einlass ging aber flott von Statten und bei traumhaften Wetter machte ich mich auf den Weg zu meinem Stammplatz. Schon vor der Partie gab es ein ziemlich schlechtes Stellungsspiel vom Stadionsprecher, der während seiner Anmoderation von den rotierenden Rasensprengern erwischt wurde.

Die Auswärtsfans zeigten sich dann gleich zu Beginn von ihrer ganz unsportlichen Seite. Während wir unsere Hymne sangen, trommelten sie dazwischen und brannten Pyro ab. Auch in „Hells Bells“ wurde reingetrommelt. Kann mich nicht erinnern, dass das schon mal gewesen ist. Meines Wissens hatten bisher selbst die Rostocker so viel Anstand das zu lassen. Wir zeigen bei jedem Spiel Respekt vor dem Gegner indem wir ihre Hymne spielen, der Gegner erwidert den Respekt, und wartet bis zum Anpfiff ab. Die anderen zumindest. Ganz peinliche Nummer. Dass die Kreativität sich dann im Anschluss primär auf „Scheiß St. Pauli“ beschränkte war dann irgendwie passend. Wann merken die eigentlich, dass das bei uns so nicht funktioniert, weil wir einfach mitsingen? Ganz ehrlich: So schnell hat sich bei mir persönlich noch nie ein Auswärtsteam unbeliebt gemacht. Und das, wo eigentlich auch Auswärtsfans auf unserer Tribüne recht entspannt mitgefeiert haben. (Spoiler: Die haben keinen auf die Mappe bekommen)

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Neue Saison – neues Liedgut

Das war ja mal wieder kaum auszuhalten. Nach der letzten Saison, die mal wieder viel zu lange viel zu spannend war, war sie plötzlich da: Die Sommerpause. Wochen ohne Fußball, unterbrochen nur durch eine unwichtige WM, die ohnehin kaum mit Spielerbeteiligung des magischen FC war. Über die wenigen bemerkenswerten Aktionen legen wir mal direkt den Mantel des Schweigens.

Und die Wartezeit war diesmal  besonders schlimm. Einerseits ist da dieser Vorstadtsverein, der den Abstieg im dritten Anlauf endlich geschafft hat und nur darauf wartet in zwei Derbys besiegt zu werden. Andererseits ist da das größtenteils gleiche Personal, dass in der letzten Saison mit Ach und Krach den Klassenerhalt geschafft hat, was dem Projekt Derbytripple eher im Weg steht.

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