Monatliche Archive November 2015

Olafs große Chance

Olaf Scholz hat verloren. Schon wieder. Nach dem Rückkauf der Energienetze entschieden die Hamburger erneut gegen seine offen kommunizierte Präferenz. Olympia in Hamburg findet nicht statt. Die Entscheidung war denkbar knapp und hat viele Hamburger an die Urnen gelockt.

Scholz ist Pragmatiker. Er wird den Willen der Hamburger umsetzen und die Bewerbung beenden. In vielen Medien ist davon die Rede, dass dies eine große Niederlage für ihn sei. Von den Oppositionsparteien sowieso. Aber ich sehe in dem Ergebnis auch eine Chance: Wenn Olaf Scholz jetzt ein gutes Konzept vorlegt, wie Hamburg in den nächsten Jahren die Probleme angehen will, wie das Geld ohne den IOC-Anteil sinnvoll eingesetzt werden kann, dann kann er die Niederlage dazu nutzen sein Image als pragmatischer Umsetzer zu stärken...

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„Scheiß Spiel – aber schöne Choreo“

Ansätze von Schmuddelwetter begleiteten mich heute zum Millerntor. Das letzte Auswärtsspiel haben wir ja verloren, aber meine Trauer darüber hält sich in Grenzen. Auswärts verlieren – zu Hause gewinnen wäre für mich eine Taktik, die gerne aufgehen dürfte. Ein paar wenige Regentropfen begleiteten mich dann über den Dom zum Stadionvorplatz um das Frühstück (Bratwurst) einzunehmen. Dort teile ich den Tisch dann mit vier deutlich angeheiterten Nürnberg-Fans, die mir wärmstens ans Herz legen, „echt jetzt mal endlich nach Nürnberg zu kommen“. Immerhin gäbe da ja anständige Wurst. Eine Stunde vor Anpfiff wünschte ich den Auswärtigen einen schönen Heimsieg und begab mich allmählich zu den Eingängen, nicht jedoch ohne vorher die diesmal schweinedicke Doppelausgabe des Übersteigers abzugreifen...

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Nach Paris: Refugees still welcome?

Paris hat eine schlimme Nacht der Gewalt erlebt. Die Anteilnahme ist weltweit groß. Wer gestern in die sozialen Netzwerke geschaut hat, wurde nahezu erschlagen von Beiträgen der Anteilnahme. Da muss die Frage erlaubt sein, warum diese Attentate so viel mehr Mitgefühl hervor rufen, als wenn beispielsweise in Algerien Selbstmordattentäter wüten. Es wird – zumindest unterbewusst – damit zusammen hängen, dass nicht nur die Toten und ihre Angehörigen betrauert werden, sondern die Tatsache, dass es so nahe war, dass es dann auch einen selbst oder einen geliebten Menschen hätte treffen können. Dies ist nun gar nicht so sehr als Kritik gemeint und an der Tatsache, dass Menschen Mitgefühl zeigen gibt es sowieso zunächst nichts zu kritisieren...

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